Kleinrammbohrungen Gebiet II

Quelle: Volksstimme Staßfurt vom 19.09.2019

 

Anmerkung: Über den Ton einiger „Volksvertreter“ muss man sich schon wundern. Die Bürgermeister der Städte Staßfurt, Aschersleben und Hecklingen haben nach einer Arbeitsberatung den Bohrungen zugestimmt. Die Gemeinde/Stadträte von Börde-Hakel, Borne, Wolmirsleben und Egeln haben sich aus erster Hand informiert und anschließend den Bohrungen zugestimmt.

In der Gemeinde Bördeaue haben Mitglieder der Bürgerinitiative „Bezahlbares Abwasser“ sowie die Umland Wohnungsbau GmbH ihre Grundstücke zur Verfügung gestellt.

Vielleicht hätte man sich in der Gemeinde Bördeaue die Mühe machen sollen, sich Informationen vollständig, ohne politische Motivation und aus erster Hand einzuholen – das Angebot des Verbandes bestand mehrmals. Die Bohrungen müssen übrigens nicht mehr „versucht werden zu machen“, sie sind bereits abgeschlossen.

Nach Teilauswertung wird es sich so verhalten, dass z.B. in den Ortsteilen Winningen und Borne zukünftig in einigen Gebieten versickert werden darf, die bisher als nicht versickerungsfähig galten. In Löderburg Lust wird sich z.B. nichts ändern. Die weiteren Orte befinden sich momentan in der Auswertung. Das Gutachten wird voraussichtlich Ende November 2019 zum Abschluss kommen.

Leider sind auch die Aussagen des Umweltministeriums aus dem Zusammenhang gerissen. Richtig ist, dass es eine Bestandsschutzregelung gibt. Aber dies bedeutet auch, dass ALLE Grundstückseigentümer, die sich seit 2013 abgebunden haben, zwangsweise wieder angeschlossen werden, obwohl sie JETZT versickern dürften ? Gleiches gilt für Grundstücke in Überschwemmungsgebieten, obwohl es funktioniert ?

Sehr geehrter Herr Kosche, wenn DAS Ihr Wille ist, dann sollten Sie das Ihrem Wähler auch ehrlich ins Gesicht sagen und nicht den schwarzen Peter nach Staßfurt schieben. Alternativ biete ich erneut an, umfassend über die erfolgten (noch folgenden) Maßnahmen zu informieren.

Was auch „vergessen“ worden ist: Das Umweltministerium als oberste Fachaufsichtsbehörde begrüßt und unterstützt ausdrücklich die bisherigen Maßnahmen des Verbandes.

Andreas Beyer
Verbandsgeschäftsführer